Konjunkturausblick 2019

Die weltweite Risikostimmung der Anleger setzt aktuell auf Vorsicht. Dies spiegelt eine höhere Unsicherheit in Bezug auf die US-amerikanische und chinesische Handelspolitik, den Ausblick weiterer Zinsanhebungen seitens der US-Notenbank, die italienischen Haushaltsdefizite und unsicheren Ausgang bezüglich BREXIT wider. Der makroökonomische Ausblick für die Weltwirtschaft ist insgesamt nach wie vor positiv. Die Wachstumsprognose für 2019 geht von einer leichten Abschwächung auf rund 3,5% globales Wirtschaftswachstum aus.
Konjunkturausblick 2019-Entwicklung reales BIP (in %) – Entwickelte Märkte
Entwicklung reales BIP (in %) – Entwickelte Märkte
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USA: Die Erholung der US-Wirtschaft befindet sich zwar in einem fortgeschrittenen Stadium, doch der Dienstleistungssektor entwickelt sich nach wie vor sehr robust und die Einzelhandelsumsätze verzeichnen anhaltende Zuwächse. Löhne und Gehälter steigen mit der sinkenden Arbeitslosenqoute. Konsum und Verbrauchervertrauen verweisen in den USA auf eine positive Entwicklung.

Amerikanische Zentralbank - Federal Reserve Bank (FED): Die US-Notenbank hat die Zinsen wegen der stark rückläufigen Arbeitslosigkeit (aktuell liegt die Arbeitslosenquote bei 3,9%) sowie den sehr guten Wirtschaftsdaten bereits 8x angehoben. Die überaus zuversichtliche Einschätzung der Wirtschaftslage durch die FED erhöht die Wahrscheinlichkeit einer weiteren Zinsanhebung im Dezember 2018. Auch für 2019 werden weitere Zinsanhebungen erwartet. Die US-Zinskurve hat sich im Jahr 2018 am kurzen Ende um ca 1% und am langen Ende um ca 0,8% erhöht.


Europäische Zentralbank (EZB): Die Gesamtinflation innerhalb der Eurozone stieg jüngst auf 2,2% und liegt derzeit über der Zielmarke der EZB von 2%. Hauptgrund für den jüngsten Anstieg der Inflation war ein Anstieg der Energie- und Rohstoffpreise. Wichtig für die Währungshüter ist eine nachhaltige Entwicklung der Verbraucherpreise. Dabei steht die Kerninflation imFokus, welche nach wie vor nur bei rund 1% liegt.

Der Rat der Europäischen Zentralbank hat im September den Ausstieg aus der lockeren Geldpolitik konkretisiert. Hierfür haben die Notenbanker einen Zeitplan für die Anleihekäufe festgesetzt: Ab Oktober 2018 wurden die Anleihenkäufe auf 15 Milliarden Euro pro Monat halbiert und laufen in diesem Umfang bis Ende Dezember fort. Über den finalen Ausstieg soll im Anschluss anhand neuer Daten entschieden werden. Erste Zinsanhebungen wurden seitens der EZB bis Sommer 2019 ausgeschlossen.


Großbritannien und die anhaltenden BREXIT-Verhandlungen: Am 29. März 2019 wird aller Voraussicht nach Großbritannien nach 46 Jahren Zugehörigkeit die EU verlassen. Die BREXIT-Verhandlungen verliefen bis jetzt äußerst schwierig. Bei zahlreichen Themen herrscht Uneinigkeit insbesondere innerhalb der verschiedenen politischen Lager in Großbritannien. Langfristig wird entscheidend sein, wie sich die Handelsbeziehungen zwischen der EU und Großbritannien nach dem Ausscheiden gestalten werden.

Bank of England (BoE):
Die Notenbank reagierte mit Zinserhöhungen auf die steigende Inflation. Die Währungsschwäche trug insgesamt zu einem Anstieg der Inflation bei. Seit dem EU-Austrittsvotum vom 23. Juni 2016 bleibt das Britische Pfund negativ belastet.

{c_ti_title4}-Notenbank Leitzinsen im langfristigen Vergleich (in %)
Notenbank Leitzinsen im langfristigen Vergleich (in %)
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{c_ti_title5}-Entwicklung der Zentralbankbilanzen in % seit Jänner 2007
Entwicklung der Zentralbankbilanzen in % seit Jänner 2007
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Konjunkturausblick 2019-Eurozone: Gesamtinflation vs. Kerninflation
Eurozone: Gesamtinflation vs. Kerninflation
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Konjunkturausblick 2019-Entwicklung Arbeitslosenrate in Europa
Entwicklung Arbeitslosenrate in Europa
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Konjunkturausblick 2019-Zinskurve USA im Zeitverlauf 2018
Zinskurve USA im Zeitverlauf 2018
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Konjunkturausblick 2019-Zinskurve Deutschland im Zeitverlauf 2018
Zinskurve Deutschland im Zeitverlauf 2018
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