LR Schleritzko: „27 Mio Euro aus dem Generationenfonds fließen 2018 ins Sozialbudget Niederösterreichs"

Abgeordnete wurden über die Performance informiert. Jahresergebnis von -11 Mio Euro wird durch Reserve aus dem Vorjahr ausgeglichen.

(St. Pölten, 5. Dezember 2018) - Auch 2018 fließen Mittel aus dem Generationenfonds in das Sozialbudget des Landes Niederösterreich. "Trotz eines leicht negativen Ergebnisses in diesem Geschäftsjahr, können wir auch heuer 27 Mio Euro ins Landesbudget ausschütten. Möglich macht das unser vorsichtiges Handeln. Im letzten Jahr haben wir uns dazu entschieden, einen Teil der unerwartet hohen Erträge zum Aufbau einer Reserve zu nutzen", konnte heute Finanzlandesrat Ludwig Schleritzko den Abgeordneten zum NÖ Landtag bei der Präsentation des Jahresergebnisses des Generationenfonds berichten. Im Geschäftsjahr 2016/17 konnte ein Gewinn von 130,2 Mio Euro erwirtschaftet werden, von dem nur 92 Mio Euro in das Landesbudget ausgeschüttet wurden.

Jährlich 3,1 Prozent Wachstum in den letzten 10 Jahren

Am Ende des Geschäftsjahres 2017/18 erreichte der Generationenfonds ein Ergebnis von -11 Mio Euro. Diese würde aber nicht die Performance der letzten Jahre wiederspiegeln, so der Landesrat: "Über die letzten zehn Jahre gesehen stehen wir bei einem äußerst positiven Ergebnis von +3,1 Prozent pro Jahr. Seit Beginn der Veranlagung beträgt die durchschnittliche Wertsteigerung +2,4 Prozent pro Jahr."

Brexit, US-Handelsmaßnahmen und Co. trübten Geschäftsjahr

"Wir haben ein durchwachsenes Geschäftsjahr hinter uns", erklärte Johannes Kern, Geschäftsführer der fibeg, welche die Verantwortung für den Generationenfonds trägt, den Abgeordneten. "Das liegt vor allem am internationalen Umfeld: Brexit, der Handelskonflikt zwischen den USA und China, fehlende Budgetdisziplin in Italien und steigende US-Leitzinsen haben die Ergebnisse eingetrübt. Im Vergleich mit der Entwicklung anderer Indizes und Fonds haben wir aber mit -0,3 Prozent ein solides Ergebnis erzielt. Der globale Staatsanleihenindex erzielte etwa eine Performance von -2,05 Prozent."

Ziele des Landtages werden erreicht, Vorgaben eingehalten
Die vom Landtag aufgestellten Vorgaben für den Generationenfonds, etwa die Verteilung der Mittel auf verschiedene Anlageformen wie Immobilien, Anleihen oder Aktien, wurden auch im Geschäftsjahr 2017/18 eingehalten. Dies wird auch vom Wirtschaftsprüfer Ernst & Young bestätigt. Mit den erzielten 3,1 Prozent Ertrag im Durchschnitt der letzten 10 Jahre werden auch die Ertragsziele des Landtages erfüllt.

Vorsicht wird auch 2019 dominieren
"Die Analysen zeigen, dass trotz der guten Konjunktur - das globale Wirtschaftswachstum wird für 2019 bei 3,5 Prozent erwartet - auch in den kommenden Monaten Vorsicht geboten sein wird. Die Gründe dafür sind eine höhere Unsicherheit in Bezug auf die US-amerikanische und chinesische Handelspolitik, der Ausblick weiterer Zinsanhebungen seitens der US-Notenbank, die italienischen Haushaltsdefizite und der nach wie vor unsichere Ausgang des BREXIT", erläutert Kern.

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